Viele Senioren möchten im Alter nicht aus ihren eigenen vier Wänden ausziehen, da sie dort viele Jahre ihres Lebens verbracht haben. Doch irgendwann kommt bei einigen der Zeitpunkt, an dem sie keine Treppe mehr steigen können. Die Beine werden schwächer und Treppenstufen werden zu einer großen Gefahrenquelle.

Treppenlift: Worauf Sie achten sollten!

Viele Senioren möchten im Alter nicht aus ihren eigenen vier Wänden ausziehen, da sie dort viele Jahre ihres Lebens verbracht haben. Doch irgendwann kommt bei einigen der Zeitpunkt, an dem sie keine Treppe mehr steigen können. Die Beine werden schwächer und Treppenstufen werden zu einer großen Gefahrenquelle.

Die Lösung: Ein Treppenlift – er hilft im Alter länger im gewohnten Heim wohnen zu können. Er verhindert gefährliche Stürze auf Treppen und erhält vielen Senioren etwas Selbstständigkeit. Generell besteht ein Treppenlift aus einer oder mehreren Führungsschienen, einem Antrieb und einem Liftsessel mit Armlehnen und Fußstützen. Der Lift kann entweder über einen Hebel in der Armlehne oder per Funkfernbedienung bedient werden.

Egal ob die Treppe u-förmig ist, gewendelt oder gerade – im Innenbereich lässt sich fast jede Treppe mit einem Treppenlift ausstatten. Einzige Voraussetzung: Die Treppe muss in einem Privathaus mindestens 80 Zentimeter breit sein, in Mietshäusern mindestens einen Meter oder besser noch breiter. Begründung: Für Fußgänger muss auch nach dem Einbau eines Treppenliftes der Handlauf der Treppe gut erreichbar und gefahrenlos begehbar sein.

Doch worauf sollte man beim Kauf eines Treppenliftes achten?

  1. Kosten für einen Treppenlift:
    Die Kosten für einen Treppenlift sind ganz unterschiedlich – sie richten sich stets nach der jeweiligen Treppe, an die der Lift angepasst werden muss. Die Kosten belaufen sich ungefähr zwischen 4.000 und 14.000 Euro – in Sonderfällen können sie auch noch darüber liegen. Ist eine Pflegestufe vorhanden, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen bis zu 4.000 Euro Zuschuss für einen Treppenlift pro Person.
  2. Treppenlift im Mietshaus möglich?
    Vor dem Einbau eines Treppenliftes in einem Mehrfamilien- / Miethaus, muss der Hauseigentümer dem Einbau zustimmen und seine Einwilligung geben. In der Regel haben diese meistens Verständnis für die Situation und sind mit dem Einbau des Liftes einverstanden. Einzige Voraussetzung: Beim Auszug des Mieters muss ein sachgemäßer Rückbau des Treppenliftes vorgenommen werden.
  3. Passenden Treppenlift wählen:
    Auf dem Markt gibt es zahlreiche Anbieter von Treppenliften mit verschiedenen Antriebssystemen, Steuerungen und Montage-Möglichkeiten: Bei der Wahl für den richtigen Treppenlift ist es wichtig, dass dieser ganz genau auf die körperliche Verfassung und die individuellen Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten ist. Je nach Treppen-Form sollte eine geeignete Montage-Möglichkeit bestehen. Zu empfehlen ist ein Lift mit Notfallalarm für eine optimale Sicherheit.
  4. Ablauf bei einem Kauf:
    • Kostenvoranschläge von verschiedenen Anbietern einholen
    • Nach Garantieleistungen und Wartungskosten der Anbieter erkundigen
    • Falls von zuständiger Baubehörde gefordert: Baugenehmigung und Prüfbescheinigung vom Anbieter vorlegen lassen
    • Gesamtsumme bezahlen – erst wenn Betrieb des Treppenliftes ohne Mängel funktioniert und alle Unterlagen vorliegen
    • Vertraglich festlegen, dass Produkt- und Montagemängel mindestens zwei Jahre kostenlos beseitigt werden
    • Einbau durch eine Fachfirma vornehmen lassen – wichtig für Zuschüsse
  5. Zuschüsse zum Treppenlift:
    Maßnahmen zur Barrierefreiheit im eigenen Heim werden von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Liegt bereits eine Pflegestufe vor, muss man sich für einen Zuschuss an einem Treppenlift an die zuständige Pflegekasse wenden. Wichtig: Die Pflegestufe muss bereits vor dem Einbau beantragt und genehmigt worden sein – sonst funktioniert es mit einem Zuschuss nicht. Dem Antrag muss mindestens ein Kostenvoranschlag beiliegen. Der Einbau des Treppenliftes muss von einer Fachfirma ausgeführt werden, wenn ein Zuschuss bewilligt werden soll. Wichtig: Der Einbau sollte erst erfolgen, wenn der Zuschuss schriftlich bewilligt worden ist.
  6. Sicherheit eines Treppenliftes:
    • Laufruhe und Kurvenstabilität: „ruckelarm“ und möglichst schwingungsfrei, sanftes Anfahren und Bremsen
    • Vollautomatisch drehbarer Sitz – unabhängig vom Gewicht des Benutzers; Vermeidung von Inanspruchnahme von fremder Hilfe
    • Geschwindigkeiten stufenlos und frei einstellbar
    • Wartungsfreier Akku, der sich automatisch auflädt
    • Manuell bedienbare Notabsenk-Vorrichtung
    • Qualität der Fernbedienung: Einstellung eines individuellen Codes
    • Benutzerfreundlichkeit: keine verwirrende Tastenvielfalt – ausreichend sind Befehle „auf“, „ab“ und „Stop“